So funktioniert Solar-Charging
Solar-Charging (auch PV-gesteuertes Laden, Überschussladen oder Solarstrom-Laden genannt) beschreibt die automatische Steuerung einer Wallbox durch den Wechselrichter. Das Prinzip:
- Der Wechselrichter misst die aktuelle Solarleistung und den Haushaltsverbrauch
- Ist Solarstrom-Überschuss vorhanden, sendet er ein Signal an die Wallbox
- Die Wallbox erhöht die Ladeleistung proportional zum Überschuss
- Nimmt die Solarleistung ab, wird das Laden automatisch gedrosselt oder pausiert
Welche Wallbox ist kompatibel mit meinem Wechselrichter?
Die Kompatibilität hängt von der Kommunikationsschnittstelle ab:
- Felicity + Deye: Kompatibel mit go-eCharger, Keba KeContact, Fronius Wattpilot via Modbus oder OCPP
- Sungrow: Eigenem iCharge-Ökosystem oder via SG Ready, Modbus TCP
- Universell: go-eCharger HOMEfix, Heidelberg Energy Control — beide via HTTP-API steuerbar
- Smarte Lösung: Ein Energiemanagementsystem (z. B. Loxone, Home Assistant) koordiniert alle Geräte
Wir konfigurieren die Wallbox-Integration bei der Installation — Sie müssen nichts selbst programmieren.
Mindestladegeschwindigkeit: Das 1,4-kW-Problem
Elektroautos laden erst ab einer Mindestleistung von ca. 1,4 kW (6 A × 230 V). Das bedeutet: Sie brauchen mindestens 1,4 kW Überschuss, bevor das Laden anspringt. An sonnigen Tagen kein Problem — an bewölkten Tagen oder in der Morgen-/Abenddämmerung lädt das Auto möglicherweise nicht rein solar.
Lösung: Einen Mindest-Ladestrom von 1,4 kW aus dem Netz zulassen — oder einen Batteriespeicher zwischenschalten, der kleine Solarmengen sammelt bis das Laden starten kann.
Kostenrechnung Solar-Charging
- E-Auto Jahresverbrauch: 2.800 kWh
- Ohne Solar: 2.800 kWh × 0,30 € (öffentlich) = 840 €/Jahr
- Mit Solar (80 % solar): 2.240 kWh × 0 ct + 560 kWh × 0,32 € = 179 €/Jahr
- Ersparnis: ca. 660 €/Jahr allein durch Solar-Laden
Größere Anlage für E-Auto planen
Wenn Sie ein E-Auto haben oder planen, empfehlen wir, die PV-Anlage entsprechend zu vergrößern. Für ein E-Auto mit 15.000 km/Jahr zusätzlich ca. 3–4 kWp mehr — also 13–14 kWp statt 10 kWp für einen Standardhaushalt.
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